Stadt und verantwortliche Medienagentur präsentierten die Entwicklung des neuen Online-Kulturforums
Von ULRIKE WEINERT
FRECHEN.
Die neue Internetdomäne Kulturforum Frechen hat ihren vollen Betrieb aufgenommen.
Was am 7. November 2008 als „Baustelle“ online ging und seit einem halben Jahr als laufend aktualisiertes Forum läuft, soll vor allem den Kulturschaffenden in der Stadt eine kostenlose Möglichkeit bieten, für ihre Veranstaltungen zu werben und sich untereinander kennen zu lernen und zu vernetzen.
Hinter dem Internet-Kulturforum für Frechen stecken die Jugendfreunde Jörg Breetzmann, Fachdienstleister Bildung, Freizeit und Kultur bei der Stadt, und Ralf Scholz, der im Gewerbegebiet an der Europaallee die Medienagentur „gain-up.de“ betreibt.
Breetzmann fragte: „Wie schaffen wir es, die Kulturszene in Frechen zu vernetzen und eine Möglichkeit zu geben, für sich zu werben?“ Und Scholz antwortete: „Ich mach’ da mal was.“
Heraus kam eine Internet-Plattform mit Veranstaltungskalender, Chat, Mediathek, um Videos und Bilder einzustellen und herunterzuladen oder wie jetzt ein Krimi-Autor Leseproben aus seinem neuesten Roman zu geben.
Auch ein Marktplatz mit Suche- und Biete-Rubriken ist dabei und wird bereits rege genutzt, zum Beispiel von der privaten Musikschule „voice factory“, die einen Raum mit Bühne zu vergeben hat.
Auch kann die Kontaktbörse Musiker zusammenbringen oder Chören helfen, die Sänger suchen.
Dienstleistung kostet Steuerzahler keinen Cent Sechs Sponsoren sitzen mit im Netz.
Das sind neben der Metzgerei Wiegand, dem DLDKurierdienst, dem Brauhaus Ratskeller und der Kreissparkasse Köln, die sich alle Werbung für sich von ihrer Mitwirkung versprechen, die Medienagentur, die die Servermiete trägt und Arbeitszeit beisteuert, wie auch der Webhost-
Dienst in Berlin, der den Server zum günstigen Jahrespreis von 600 Euro zur Verfügung stellt.
Die Sponsorengelder sollen in die Szene fließen. „Den Frechener Steuerzahler kostet das neue Angebot nichts“, versichert Breetzmann.
Um Missbrauch auszuschließen, muss jeder, der etwas in die Seiten einstellen möchte, registriert sein. Neben der Medienagentur kontrollieren auch städtische Mitarbeiter die Einträge, und sie stellen selbst die Kulturveranstaltungen der Stadt in den Kalender.
Die Stadt als Partner und die Medienagentur als Betreiber wollen sich mit den 24 000 Zugriffen, die sie im September zählten, noch nicht zufrieden geben. Sie starten jetzt eine Werbeoffensive mit Plakaten und 4000 Karten, die vier verschiedene Motive zeigen, bei Vereinen, Institutionen und Gaststätten.
Angedacht ist zudem eine Informationsveranstaltung für alle kulturell Tätigen, die ihren Auftritt in der Öffentlichkeit verbessern wollen. „Kultur hat damit zu tun, wie Menschen miteinander umgehen und sich kennen, umso besser ist Ergebnis einer Veranstaltung“, weiß Jörg Breetzmann aus seiner Erfahrung als Verantwortlicher für die Kultur in der Stadt.






